So verbessern Sie Ihr Namensgedächtnis (1)

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Behalten Sie Ihre Kunden gut in Erinnerung –

damit es auch umgekehrt funktioniert. (Teil 1 von 2)

 

 

Umzingeln Sie zunächst die Ursachen
Ihres eventuell schlechten Namensgedächtnisses

 

Wenn Sie sich bei unerwarteten Begegnungen nicht sofort an die Namen der für Sie wichtigen Personen, zum Beispiel Ihrer Kunden, erinnern können, kann das mehrere Ursachen haben. Aber erst wenn Sie sich Ihrer persönlichen Schwachpunkte bewusst sind, können Sie gezielt etwas dagegen tun.

 

Folgende drei Gründe sind besonders häufig:

  • Namen sind für Ihr Gehirn generell schwerer zu speichern und schwerer wieder abzurufen als bildhafte Informationen, zum Beispiel die Situation, in der Sie Ihren Gesprächspartner kennen gelernt hatten oder was er Ihnen von seinem Beruf oder Hobby erzählt hatte. Namen erscheinen Ihrem Gehirn als abstrakte Informationen.

    Ihr Gehirn stellt meist nicht von allein die nötigen gedanklichen Verbindungen her, über die Sie später die betreffenden Namen wiederfinden können. Es fehlt Ihnen also eine spezielle gedankliche Verbindung, über die Sie den betreffenden Namen in Ihrem Gedächtnisspeicher auffinden bzw. 'rekonstruieren' können.

 

  • Sie hatten sich einen bestimmten Namen zwar in gedächtnis-freundlicher Weise eingeprägt, aber Sie hatten ihn in letzter Zeit zu selten genutzt; Sie hatten zum Beispiel zu selten über diese Person gesprochen, zu wenig über diese Person erfahren, die betreffende Person schon lange nicht mehr getroffen. Sie hatten also den Namen zu lange nicht mehr in Ihrem Gedächtnis aktiviert. Der gedankliche 'Trampelpfad' in Ihrem Gedächtnis ist quasi zugewachsen.

 

  • Weil Sie schon häufiger negative Erlebnisse mit Ihrem Namensgedächtnis hatten, glauben Sie, dass Ihr Namensgedächtnis tatsächlich schlecht sei; damit haben Sie sich inzwischen sogar abgefunden. Und bei der nächstpassenden Gelegenheit werden Sie sich hierzu wieder eine Bestätigung geben. In der Psychologie nennt man das 'die sich selbst erfüllende Prophezeiung'.

 

Entwickeln Sie Freude am Namen-Merken

  • Machen Sie sich zunächst bewusst, dass Ihnen Namen, zumindest bestimmter Gesprächspartner, besonders wichtig sind. Diese innere Einstimmung beeinflusst positiv die unbewussten Aktivitäten Ihres Gehirns: 'Wichtiges' wird von ihm künftig eher sorgfältig eingeordnet, 'Unwichtiges' weiterhin als unnötiger Ballast ignoriert.

 

  • Sie könnten Ihrem Gehirn auch die generelle Wichtigkeit von Namen bewusst machen, indem Sie – aus der Erinnerung - eine Namensliste erstellen: mit den Namen Ihrer Freunde, Bekannten, Verwandten, Arbeitskollegen, Geschäftspartner, Vereinskameraden, Nachbarn, aber auch mit den Namen bekannter Prominenter. Diese Liste können Sie immer wieder einmal erweitern. So werden Sie erfreut feststellen, dass Sie bereits eine Vielzahl von Namen im Kopf haben.

 

  • Eine solche Liste kann für Sie sogar der Ausgangspunkt für eine spannende Zielsetzung sein, nämlich wie viele Namen Ihre Liste zum Beispiel in einem Monat oder in einem Vierteljahr umfassen soll.

 

  • Je mehr Sie sich mit den Namen der für Sie wichtigen Personen beschäftigen, desto vertrauter werden Ihnen diese Namen. Darüber hinaus werden Sie Ihre vormalige generelle Unsicherheit im Umgang mit Namen abbauen.

 

Spielen Sie wieder einmal: mit Namen

 

Versetzen Sie sich in ein pfiffiges Schulkind und überlegen Sie mit dieser inneren Einstellung, was Ihnen zu einem bestimmten Namen alles einfallen könnte:

  • Wovon könnte dieser Namen abgeleitet sein?

  • Wie könnten Sie diesen Namen erweitern?

  • Wie könnten Sie diesen Namen in eine Grafik umsetzen?

  • Wie könnten Sie die einzelnen Silben phantasievoll nutzen?

  • Inwiefern könnten Sie einen Namen mit Ihrem Vorwissen in Verbindung bringen?

  • Wen kennen Sie, der ebenfalls diesen Namen hat?

Zum Beispiel:

  • Frau Bergmann: Das könnte die Frau eines Bergmannes sein.

  • Herr Sauer: Diesen Namen könnten Sie auf 'Sauer-Kirsche' erweitern.

  • Frau Mühlen: Sie könnten gedanklich zwei oder drei (Wind-)Mühlen skizzieren.

  • Herr Kowalski: Sie stellen sich vor, dass eine Kobra einen Wal beißt, der daraufhin mit einem Ski flüchtet.

Sie machen sich also spezielle Gedanken zu den betreffenden Namen. Das ist allemal eine intensivere Beschäftigung, als Namen lediglich kurz aufzuschnappen und sie mit gedanklicher Oberflächlichkeit zu wiederholen. - 'Gedächtnis' kommt übrigens von 'gedacht', Gedächtnis-Techniken sind also spezielle Denk-Techniken!

 

Beginnen Sie diese Spielerei am besten mit den Namen einer Namensliste, die aus der Erinnerung heraus erstellt haben. Für solche 'Denkspiele' können Sie sich jeweils so viel Zeit nehmen, wie Sie wollen.

 

Befreien Sie sich ggf. von Gedanken der Art: "Auf diese Weise sollte ich aber nicht mit den Namen umgehen!" Für ein besseres Namensgedächtnis können Sie das getrost in Kauf nehmen!

 

Nachdem Sie zahlreiche solcher gedanklichen Spielerei übungshalber durchgeführt haben, werden Sie diese Denk-Technik rasch auch auf die Namen neu kennen gelernter Gesprächspartner anwenden können.

 

 

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